24.11.2025 21:35 Alter: 22 days
Kategorie: Aktuelles, Herren-Aktuelles

Bezirkspokal Bodensee, 3. Runde

SV Horgenzell – SV Wolfegg 0:4 (0:2)


Bezirkspokal Bodensee, 3. Runde
SV Horgenzell – SV Wolfegg 0:4 (0:2) – Sonntag, 23.11.2025

Es war ein Nachmittag, an dem man sich fragte, ob man eigentlich zum Fußball oder zu einer Eisstock-WM angereist war. Der Rasen gefroren wie ein Betonparkplatz im Januar, die Temperaturen irgendwo zwischen „Atem gefriert beim Sprechen“ und „Schienbeinschoner werden zu Heizkörpern“. Doch der SV Wolfegg ließ sich davon im Bezirkspokal nicht beeindrucken – und gewann hochverdient mit 4:0 beim Spitzenteam der Kreisliga B aus Horgenzell.

Früher Schock, früher Held

Das Spiel begann denkbar ungünstig: Bereits in der 5. Minute brachte Verteidiger Jakob Jocham im eigenen Strafraum seinen Gegenspieler zu Fall – Elfmeter für die Heimelf. Doch Wolfegg hatte mit Sebastian „Wuwu“ Wursthorn den Mann des Moments im Tor. Er parierte nicht nur den Elfmeter, sondern auch den Nachschuss – ein Doppelsave, der nicht nur das Team wachrüttelte, sondern in der Kabine später mit „Wuwus legendärem Roma-Song“ gefeiert wurde. Wer weiß, wie das Spiel sonst gekippt wäre – aber das war der Wolfegger Weckruf in der Eiseskälte von Horgenzell.

Wolfegg übernimmt – und trifft

Im Anschluss bekam Wolfegg das Spiel immer besser in den Griff. Auf dem knüppelharten Untergrund gelang von Minute zu Minute deutlich mehr und in der 16. Minute zahlte sich der Druck aus:
Zehner Flo „Mesche“ Metzler spielte einen perfekten Steckpass in den Lauf von Stürmer Joni Dischl. Der blieb eiskalt – im wahrsten Sinne des Wortes – und traf zum 1:0. Von da an war die junge Heimelf hauptsächlich mit Hinterherlaufen beschäftigt.

Kapitän Simon Frick zeigte sich im Mittelfeld vor der Abwehr als gnadenloser Zweikämpfer und sicherte das Zentrum ab. Kurz vor dem Pausenpfiff dann das erlösende 2:0 aus Sicht der Gäste. Abwehrchef Lukas Lang führte einen Freistoß blitzschnell aus und schickte „Oldie“ Flo Metzler auf die Reise. Der legte quer, Felix Rauch stocherte den Ball mit rechts – seinem etwas unbekannteren Fuß – über die Linie. Fünfte Vorlage von „Mesche“ im laufenden Wettbewerb, der anschließend dreckig wie ein Wildschwein in die Halbzeit verschwand.  

Der Deckel drauf – und nochmal drauf

Der zweite Durchgang war kaum angepfiffen, da war das Spiel praktisch entschieden: Sommerneuzugang und Mittelfeldmotor Lukas Reinisch schickte mit einem feinen Pass Joni Dischl in den Lauf, der im 1-gegen-1 gegen den Horgenzeller Keeper wieder cool blieb und zum 3:0 einschob. In der 60. Minute dann die endgültige Entscheidung. Sturmpartner Leo Vardic setzte Dischl erneut in Szene, spielte im 16er auf Dischl – 4:0 und insgesamt der sechste Treffer für Wolfeggs Nummer 9 im laufenden Pokal-Wettbewerb. Den Horgenzellern gelang im zweiten Durchgang dann nur noch ein gefährlicher Abschluss – doch „Wuwu“ war auch hier zur Stelle und konnte den Schuss zur Ecke wehren, aus der nix Zählbares resultierte.

 

Wechsel-Festival

In der 70. Minute gönnte das Trainerteam Gauder / Lauriola den ersten Spielern den wohlverdienten Feierabend: Gregor Wurster, Jakob Jocham und Leo Vardic durften unter die heiße Dusche, dafür kamen Tim Leuter, Maxi Schorer und Marcel Miller (Pokalschreck aus der 1. Runde) in die Partie.

Zehn Minuten später durften dann auch die Torschützen Felix Rauch und Joni Dischl Feierabend machen und wurden von Patrick Lieb und Philipp Feser – der berühmten „RB Rötenbach-Fraktion“ – ersetzt.

Kurz vor Schluss setzte der eingewechselte Schorer beinahe noch den Schlusspunkt – doch der Horgenzeller Keeper verhinderte das 5:0.

Fazit

Ein hochverdienter Auswärtssieg, der trotz Eiseskälte das Herz von Wolfegg wärmte.
Die „Wölfe“ überwintern im Pokal und stehen im Achtelfinale – und die Fans wissen jetzt: Man kann Spiele auch auf „Beton“ gewinnen. Auf alle Fälle geht die Pokalgeschichte im kommenden Jahr 2026 weiter . . .