Wenn der Platzwart den ersten Assist liefert
Pünktlich um 7:30 Uhr am Freitagmorgen machte sich Team 1 & Team 2 auf den Weg ins winterliche Vorarlberg. Um 9 Uhr stand bereits die erste Trainingseinheit auf dem Programm – auf leicht schneebedecktem Kunstrasen.
Bevor jedoch der erste Pass gespielt werden konnte, zeigte der Platzwart von Dornbirn vollen Einsatz: Mit Traktor und Besen rückte er der Schneeschicht zu Leibe und sorgte dafür, dass der Ball zumindest mehr rollte als rutschte.
Anschließend startete die erste 90-minütige Einheit mit 30 Spielern. Mit dabei auch zwei vielversprechende Youngsters: A-Jugend-Spieler Noah Riedesser sowie B-Jugend-Goalie Leo Müller, die ihre Sache äußerst engagiert angingen und sich nahtlos ins Team einfügten.
Teamgeist, zweite Einheit und ein harter Prüfstein
Nach dem Mittagessen stand Teambuilding auf dem Programm, ehe am Nachmittag die zweite Einheit folgte – diesmal bereits mit 35 Mann auf dem mittlerweile schneefreien Kunstrasen direkt neben der Unterkunft.
Während Team 2 anschließend in den wohlverdienten Feierabend und zum Abendessen durfte, wartete auf Team 1 noch ein echter Härtetest: ein Testspiel gegen die U23 des FC Dornbirn. Dass dieses Spiel kein gewöhnliches Vorbereitungsspiel werden würde, zeigte sich bereits vor dem Anpfiff: Ein Blick auf die Sportuhr von Innenverteidiger Jakob Jocham verriet stolze 16,6 bereits gelaufene Kilometer – und das noch ohne eine einzige Spielminute. Die Partie konnte also getrost als zusätzlicher Belastungstest & „Schweinehund überwinden“ verbucht werden.
Die Gastgeber traten gespickt mit Spielern aus der „Profi-Kampfmannschaft“ sowie starken, jungen Talenten an. Für unsere Jungs, deren Beine bereits zwei intensive Einheiten hinter sich hatten, wurde es ein 90-minütiger Willenskampf. Der spielerisch sehr starke Gegner mit frischen Kräften forderte konsequentes Nachlaufen und viel Defensivarbeit. Am Ende stand ein klares 6:1 für die Dornbirner Junioren auf dem Spielberichtsbogen.
Müde, aber um einige Erfahrungen reicher, fielen die Spieler nach dem Abendessen in ihre Betten – begleitet vom leisen Summen der Massagepistolen, die aus so manchem Zimmer zu hören waren.
Samstag: Kilometer sammeln und Spektakel in Hittisau
Der Samstag begann sportlich mit einem kräftigen und leckeren Sportlerfrühstück, ehe es um 9 Uhr wieder auf den Platz ging – inzwischen mit beeindruckenden 37 Mann im Training. Auch am Nachmittag standen erneut Teambuilding und eine weitere Einheit um 15:30 Uhr auf dem Programm.
Parallel dazu reiste Team 2 zu einem Testspiel nach Hittisau. Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Torfestival und endete spektakulär mit 5:6 aus unserer Sicht zugunsten der Gastgeber.
Ein Blick auf manche Sportuhren ließ erahnen, was die Beine bereits geleistet hatten: Regenerationszeiten von über 90 Stunden wurden angezeigt. Doch das Trainingslager war noch nicht vorbei.
Casino-Abend und letzter Kraftakt
Am Samstagabend tauschten die Spieler Trainingsanzug gegen Hemd und Jackett. Frisch geschniegelt ging es ins Casino Bregenz, wo versucht wurde, das Trainingslager finanziell zu refinanzieren.
Der Plan ging bekanntlich nicht bei allen auf – weshalb der Sonntagmorgen dennoch mit Frühstück und einer letzten Einheit um 9 Uhr begann. Nach insgesamt sechs Trainingseinheiten innerhalb von 48 Stunden waren Müdigkeit und schwere Beine deutlich sichtbar. Dennoch wurde auch diese Einheit professionell durchgezogen.
Um 11 Uhr trat die Mannschaft schließlich die Heimreise an – erschöpft, aber mit vielen wertvollen Eindrücken und einer großen Portion Teamzusammenhalt im Gepäck.
Ein herzliches Dankeschön
Ein besonderer Dank gilt der gastfreundlichen Unterkunft im Olympiazentrum Dornbirn. Freundliches und zuvorkommendes Personal, hervorragendes Essen und optimale Trainingsbedingungen sorgten dafür, dass sich die Mannschaft rundum willkommen fühlte.
So bleibt das Winter-Trainingslager 2026 in Dornbirn nicht nur wegen Muskelkater und Sportuhren mit Warnmeldungen in Erinnerung – sondern vor allem als sehr gelungenes und gemeinschaftsstärkendes Wochenende.